[am-Schaumberg]
[Sauna "Vicus"]
[Der Schaumberg]
Der Schaumberg

Türme auf dem Schaumberg

Turm im Feuer Schon in vorkristlicher Zeit spielte der Schaumberg eine wichtige Rolle als Fliehburg. Die Römer eroberten im Gallischen Krieg (58-51 v. Chr.) das keltische Gebiet und erbauten auf dem Schaumbergplateau eine Wehranlage. Mauerreste erinnern daran. Zur Zeit der Völkerwanderung kamen die Franken und erbauten eine neue Wehranlage, die unter dem Namen”Castrum Teulegio” (Festung Tholey) 634 n. Chr. zum erstenmal schriftlich erwähnt wurde.
Warscheinlich um das Jahr 1200 wurde von den Vögten aus Blieskastel auf dem Schaumberg eine Burg errichtet, die 1522 von Franz von Sickingen erobert und im Dreißigjährigen Krieg von schwedischenTruppen geplündert und zerstört wurde. Die Steine wurden später beim Wiederaufbau vieler zerstörter Häuser verwandt.
An Burg und Turmbau wurde dann jahrhundertelang nicht mehr gedacht, bis etwa um 1900. Da entstand ein Holzturm, der keinen anderen Zweck hatte, als den Bergbesuchern eine besonders schöne Weitsicht über Felder, Wälder und Dörfer der Umgebung zu bieten.
Solch schöner Berg und nur ein Holzturm? Da muß ein Kaiser-Wilhelm-Turm hin! Gedacht getan. Am 28.Juni 1914 war die Grundsteinlegung. Bis zu einer Höhe von fünf meter war der neue Turm gediehen, als der erste Weltkrieg ausbrach. Nichts wurde aus dem Plan, den Kaiser-Wilhelm-Turm 1915, anläßlich der 100 jährigen Zugehörigkeit Tholeys zu Preußen, feierlich einzuweihen.
Niemand kümmerte sich mehr um die Ruine, bis 1927, als mit dem Bau einer Kriegergedächtniskapelle und neuem Aussichtsturm begonnen wurde. Der alte Turmstumpf wurde in den Bau der Kapelle integriert und der neue Turm mit dem weithin sichtbaren Kreutz, das heute als Autobahnkreutz bei Sotzweiler steht, im August 1930 eingeweiht. Vierzig Jahre blieb das Wahrzeichen Tholeys. 1972 wurde er wegen Baufälligkeit abgerissen. Jahre vorher mußte er gesperrt werden, weil es nich gelang eine haltbare verbindung zwischen Betonkern und dem Außenkleid aus Vulkangestein herzustellen, das ständig abbröckelte.
Schon in den frühen 60er Jahren liefen die Bemühungen, auf dem Schaumberg etwas ganz neues zu schaffen, eine Begegnungsstätte für Deutsche und Franzosen und ein Ehrenmal für die Opfer beider Völker in den Kriegen.
 111 Vorschläge gingen ein, davon 70 Modelle mit Aussichtsturm samt Restaurant. Die meisten dieser Pläne waren jedoch wegen des Finanziellen Rahmens zu kostspielig und somit nicht zu realisieren. Die Verwirklichung des preisgekrönten Modells hätte wohl ca. 15 Millionen gekostet. So viel Geld war aber auch über die neue deutsch-französiche freundschaft nicht aufzutreiben. Es wurde ein wesentlich billigerer Turm gebaut so wie er heute steht und 1976 vom Bischof von Verdun eingeweiht, der auch das Motto dieser Begegnungstätte prägte: “Cherchez la paix- Suchet den Frieden”.

[am-Schaumberg] [Sauna "Vicus"] [Der Schaumberg]